Untitled Jersey City Project – oder der neue Audi A6


Düstere Atmoshäre, mysteriöse Musik und dramatische Szenen fesseln unsere gesamte Aufmerksamkeit. Was wie eine Trailerzusammenstellung für einen neuen Kinofilm aussieht, ist mehr ein Commercial für den neuen Audi A6. Die acht ca. zwei-vier-minütigen Filme wurden von Studio Progress Films in Kooperation mit FX produziert und sollen den neuen Audi A6 promoten. Sie sind länger als herkömmliche Commercials, aber dafür auch so kurz, dass sie prädesteniert sind für Smartphones.

Woraus strickt sich die Story? Die zwei Architekten Frank und Ray stecken in einem Designprojekt für ein Bauvorhaben in New Jersy, bis Ray unschön stirbt. Lauter Gefahren und Intrigen lauern auf Frank, während er versucht, das Geheimnis um den Tod seines Partners zu lösen.

Es ist wirklich spannend gemacht. Gerade weil die Filmsequenzen so gedreht sind, dass sie auch abgekapselt von Werbezonen im Fernsehen laufen könnten. Nach Audi sollen die entstehenden Assoziationen beim Rezipienten das Bild von Intelligenz und progressivem Denken auslösen. Daher auch die zahlreichen Rückblenden und ausgelassenen Szenen.

Das sogenannte branded entertainment bekommt hier eine andere Bedeutung. Natürlich ist die Interaktion mit dem Youtube-Channel sowie Facebook und Twitter geboten. Doch schon 2001/2002 entwickelte BMW das Konzept von acht Kurzfilmen in zwei Staffeln, bekannt unter dem Namen „The Hire“. Damals waren wir noch nicht so weit, die für das Internet geplanten Serien so zu nutzen wie heute. Das Mediennutzungsverhalten hat sich stark geändert und verlagert sich zunehmend von TV auf die digitalen Medien wie Internet oder Smartphones.

Untitled Jersy City Project