Google mischt mit – Die neue E-Book-Plattform

Wenn der gute alte Gutenberg jetzt wüsste, dass wir nun alles digitalisieren…

Ein weiterer Weg für Verlage ihre Bücher zu vertreiben –
Google sitzt in den Startlöchern mit einer eigenen E-Book-Plattform. Google will mit ein wenig Verspätung den schon existierenden E-Book Markt ein wenig aufmischen, indem die Macher der neuen E-Book-Plattform ihr Modell auf den Markt bringen. Die Nutzer haben die Möglichkeit direkt von Google oder anderen Online-Vermarktern (wie unabhängige Buchhändler), Bücher zu kaufen. Eine virtuelle Bücherei wird mit den jeweiligen Konten der User verknüpft, wo sie unter Büchern auswählen und Bücher ablegen können – mit welchem Gerät spielt keine Rolle.

Das Ganze ist im Gegensatz zum iPad von Apple eben nicht herstellergebunden und bietet so einen klaren Vorteil, da viele Geräte kompatibel sind. Mit einem Kindl Gerät kann ich auch nur bei Amazon kaufen. Auch hier ist die Hardware an den Hersteller gebunden.

Viele Bücher sollen zum Start kostenlos auf die Plattform gestellt werden, mehrere hunderttausend sollen zum Verkauf angeboten werden. Google kann vor allem in den USA und in Großbritannien mit der Einführung dieser Plattform schnell im Markt wachsen.

Google is going to turn every Internet space that talks about a book into a place where you can buy that book. The Google model is going to drive a lot of sales. We think they could get 20% of the e-book market very fast.
Dominique Raccah, independent publisher and owner of Sourcebooks Inc.

In den USA ist der Markt an digitalen Büchern im Gegensatz zu Deutschland schon weit fortgeschritten. Nach einer Studie , die im August dieses Jahr herauskam, wurde belegt, dass die Deutschen offenbar Startschwierigkeiten mit dem E-Book haben. Das Angebot noch zu klein, ziemlich teuer und darüber hinaus noch zu unbekannt. Hierzulande haben wir zudem das Buchpreisbindungsgesetz, dass E-Books ebenso teuer macht wie herkömmliche Bücher. Hier findet ihr mehr zur Prognose vom Absatz von E-Books in Deutschland bis 2015.

Die Deutschen hängen noch sehr am haptischen Erlebnis und wollen Blättern. Dank der Technik, die immer ausgereiftere Geräte entwickelt, wird das E-Book-Lesen immer mehr zu einer interessanten Alternative.

Weitere Infos unter The Wall Street Journal