Neue Veröffentlichungen von Wikileaks

“We are currently under a mass distributed denial of service attack” twitterte Wikileaks heute gegen 17 Uhr. Wikileaks hat mehr als 250.000 Dokumente aus dem Washingtoner Außenministerium zugespielt bekommen und plante schon länger die Veröffentlichung.

The coming months will see a new world, where global history is redefined.

Neben dem Spiegel in Deutschland werden verschiedene andere Medien die Informationen weitertragen, darunter der britische Guardian und die amerikanische New York Times. Was die brisanten Informationen wirklich hergeben wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

Der Wikileaks-Sprecher Julian Assange verteidigte die Veröffentlichungen und äußerte sich in Bezug auf laut werdende Vorwürfe, wie die Vancouver Sun berichtet.

Amerika peinlich berührt, fordert Sanktionen für die Informanten. Doch wie ist das mit der freien und offenen Berichtserstattung vereinbar? Was darf unter den Teppich gekehrt werden und was sind schützenswerte Staatsgeheimnisse?
Ist das nun investigativer Journalismus, der wünschenswert ist oder doch unverantwortliches Handels seitens Wikileaks. Eingehende Dokumente werden laut Wikileaks geprüft und gefiltert. Vor jeder Publikation auf der Plattform prüfen Experten aus verschiedenen Bereichen unabhängig voneinander, ob die Quelle auch authentisch ist. Anklagen und Strafzahlungen sind keine Seltenheit, aber alles bewege sich im legalen Rahmen.

Das Portal finanziert sich nach eigenen Angaben über Spenden von Privatpersonen und Stiftungen und nach den Grundsätzen von Wikileaks werden keine Zuwendungen von Unternehmen oder Regierungsinstitutionen angenommen.

Alles ganz nach dem Motto Transparenz und Informationsfreiheit. Eine interaktive Karte auf spiegel.de zeigt die Herkunftsorte und verknüpft diese mit der Anzahl und der Geheimstufe der Depeschen.

Weitere Infos unter
spiegel.de
morgenpost.de

heise.de