DMMK @ HDM

Heute fand der Deutsche Multimedia Kongress in Stuttgart an der Hochschule der Medien statt. Auf der Suche nach jungen Talenten waren Top Unternehmen und innovative Startups vertreten wie dmc digital media center, die E-Plus Gruppe, fischerAppelt, tv media, Heidelberg mobil International, Hubert Burda Media, Nolte & Lauth, SAP, die Serviceplan Gruppe, Spiral Studios, SteinhilberSchwehr, United Internet Media, USU AG, Wirtschaftförderung Region Stuttgart sowie die bw-jobs Fachkräfteinitiative.

Viele spannende Vorträge lockten viele interessierte Young Professionals in die HDM…

Hier ein paar Impressionen aus dem Vortrag von Björn Sterndorf (Marketingberatung Sterndorf Lakowski & Partner)

10 Regeln für den strategischen Umgang mit Social Media.

Ruhe bewahren und sich gelassen zeigen.
Das Thema Social Media erscheint auf den ersten Blick riesengroß, doch im Grunde macht es nur einen bisher winzigen Teil der gesamten Kommunikation aus. Zuerst gilt es die Probleme im eigenen Kundenservice zu lösen und erst im zweiten Schritt an das Thema Social Media heranzutreten.

Was bedeutet Social Media langfristig fürs Geschäft?
Eine nachhaltige Digitalisierung ist gefragt. Manch einer überschätzt den Effekt von Neuheiten, wie es bei Second Life der Fall war, doch unterschätzen birgt auch oft große Gefahren. Das ist es auch, was den meisten Unternehmen Angst macht. „Blogging: The New Soapbox“… User werden zu Kommunikatoren und teilen nicht immer die Erwartungshaltung der Unternehmen, die zwangläufig ihr Zepter aus der Hand geben, wenn es um Meinungsverbreitung geht.

Löse nur real existierende Businessprobleme.
Die Frage ist, wie Social Media dem Unternehmen gewinn bringt, also den Umsatz steigert, oder inwieweit man mit Social Media Geld sparen kann. Ziele müssen steht spezifisch, messbar und erreichbar sein.

Verstehe das Verhaltung und die Bedürfnisse deiner Zielgruppe.
Nutzer im Social Web machen im Grunde das gleiche wie vor dem Fernseher – gucken und zappen. Im Social Web sind ca. 52% inaktiv, 38% Zuschauer und nur 9% sind wirkliche Kreatoren. So viel zum Verhalten. Bei den Bedürfnissen kommt es vor allem auf den Kundenservice an, wie wir am Beispiel von Zappos sehen konnten. Hier steht der Kunde im Mittelpunkt und es wird viel getan, um ihn glücklich zu machen, aber auch die Mitarbeitermotivation ist ein entscheidender Faktor. Daher kaufte Amazon Zappos für runde 850 Mio. $…

Denke in Community, nicht in Werbung.
Kein Mensch will sich mit Werbung befassen, wenn er seinen persönlichen Interessen nachgeht. Wenn Werbung allerdings gut gemacht ist und den Interessen dient und vor allem einen Mehrwert bietet, dann funktioniert es. Beispiele dafür sind Old Spice und Whopper Sacrifice.

Optimierung der eigenen Inhalte für das Prinzip des einfachen Sharings.
Es wird quasi zum Selbstläufer, wenn man es den Fans seiner Marke einfach macht seine Marke zu promoten.

Fokussierung auf wenige wichtige Plattformen.
Der Durschnitts-Social-Onliner bewegt sich in etwa fünf Networks und Videoportalen. Man hat also nur eine Chance, wenn man sich auf den relevanten Portalen Präsenz zeigt.

Erzähl keinen Quatsch.
Im Netzt gibt es die Diskussion um die Wahrheit. Deshalb ist es wichtig alle Prozesse wie die Produktentwicklung, das Marketing und den Vertrieb aufeinander und auf Social Media abzustimmen.

Langen Atem haben.
Das A & O ist die Beziehungspflege und das ist ein langfristiger Prozess. Dabei hilft gezielt nach Verantwortlichen zu suchen, die gezielt eingesetzt werden und nicht nur nebenbei den Social Media Auftritt managen.

Spiele mögliche Szenarien im Vorfeld durch.
Die Ideen der Kunden müssen auch in die Tat umgesetzt werden können – dies sollte man sicherstellen. Im Vorfeld sollte geprüft werden, ob und wie sich das Unternehmen zur Response von Marketingaktionen verhält. Man sollte Strategien entwickeln, auf positive wie negative Kritik, Rückfragen oder auch auf gar nichts zu reagieren.